Archive für Mai 2011

Absolut lesenswerte Diskussion im Coaching Board !

Das von Christopher Rauen initiierte web-portal “Coaching Board” hat Interessantes zu bieten:

Begonnen mit dem Thema “Coaching im Jahr 2020” hat sich die Diskussion der Fachleute - darunter das ISOCH - zum grundsätzlichen Verständnis von Coaching hin entwickelt. Lesenswert und mitmachenswert.

http://www.coaching-board.de

Geht es den Verbänden noch um Coaching”

Hier gilt einmal mein Dank Christopher Rauen, der unermüdlich Informationen zur “Szene” zusammenträgt.
So bin ich auf die neueste Werbegemeinschaft, den BZTB - Bundesverband zertifizierter Trainer und Business-Coaches e.V.  gestoßen.
Bereits auf der Startseite ist dieser eingetragene Verein bereit, mich in meiner These, dass Verbände Werbegemeinschaften sind, werden oder immer waren, zu unterstützen:
So schreibt dieser neue Bundesverband schon auf der Startseite (www.bztb.de):

“Als Mitglied profitieren Sie von:

  • Aktuellen Informationen rund um die Weiterbildungsbranche
  • Top-Events und international anerkannten Zertifizierungen
  • Zusätzlichen Umsatz durch Kontakte und das Netzwerk des BZTB e.V.
  • Unterstützung beim Markteintritt durch das Mentorenprogramm des BZTB e.V.
  • Erfahrungsaustausch in Professional Work Groups (PWG)
  • Unterstützung bei der Gestaltung Ihres Aussenauftritts und Imageaufbau
  • Auftrags/Job-Börse für Mitglieder des BZTB e.V”

Die Behauptung an gleicher Stelle “Mit dem Qualitätssiegel des BZTB e.V. dokumentieren Sie Ihre Mitgliedschaft im Kreis der anerkanntesten Akteure in der Weiterbildung.” läßt die Frage offen, wofür denn diese Akteure am anerkanntesten sind?”

Der Erfahrungsaustausch in den PWG´s den professional workgroups bezieht sich dann auch auf

  • Vertrieb und Marketing
  • Professionelles Online-Marketing
  • Der Trainer und Coach als Marke
  • Maximale Kundenzufriedenheit
  • Tools zur Kundenbindung”

Natürlich kommt keine Werbegemeinschaft ohne Zertifizierung aus. Das bringt trotz fehlender Aussage Umsatz.
“Mit der Zertifizierung zum Business-Coach erhalten die Teilnehmer/innen eine praxisrelevante und fundierte Überprüfung der persönlichen Fähigkeiten und fachlichen Kenntnisse, die als Business-Coach bzw. Coach notwendig sind.”
Was gänzlich fehlt ist der Maßstab.
Der Verein prüft nicht, er simuliert ein 30 minütiges Coachinggespräch. Schön, dass wir mal darüber gesprochen haben ;-)
Wenn schon schlecht abgekupfert, dann auch noch das Fachgespräch mit Fragen aus folgenden Bereichen:
“Business-Coaching — was ist das eigentlich?
Rollenklärung als Basis für gutes Coaching
Den Überblick behalten — das Coaching-Gespräch
Qualität sichern und beurteilen — Die Evaluation
Coaching und Kommunikation
Psychologische Grundlagen des Coachings
Lösungsorientiertes Vorgehen”

So bleibt mir am Ende nur die Frage an die Damen und Herren, die sich so etwas ausdenken:

Wenn Sie schon eine Werbegemeinschaft sein wollen, wie wollen Sie denn mit so dünnen Brettern Werbung machen?

Eine weitere Werbegemeinschaft

Nun hat sich noch ein Coachingverband gegründet.

Jüngst ist der DCMV entstanden. In den Beiträgen zur Qualität im Coaching wurden die Verbände als Werbegemeinschaften bezeichnet. Widerspruch gab es bisher nicht. Wie begründet das ist, kann in der Satzung des DCMV erkannt werden:

http://www.dcmv.de/downloads/satzungverein20.01.2010.pdf

Gegenseitige Empfehlungen, gemeinsame Werbeauftritte, Bekanntmachung von Coaching - nur vom Thema wird nichts geschrieben. Ein inhaltsleerer Verband.

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