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Das Ende der Qualität im Coaching, Teil 1 – der Coachee
Dieser Eintrag stammt von Axel Janßen Am 24.2.2011 @ 14:30 In Allgemein | Keine Kommentare
Sicherlich werden wir rasch im Duden oder bei wikipedia fündig, wenn wir eine Definition für das Wort “Qualität” suchen. Doch wer stellt Ansprüche an das Thema Qualität und beeinflusst die Deutung?
Der Endkunde (Coachee)
Vielleicht ist der Endkunde das eigentliche Problem. Informiert durch eine mediale Beliebigkeit baut er Erwartungen an das Thema auf.
Jeder Mensch will für sich erfolgreich sein. Wie er selbst Erfolg versteht und in welchen Kontexten er sich verändern möchte, legt er selbst fest. Wird nun versprochen, dass Coaching
- „eine Maßnahme zur Leistungssteigerung ist“, erwartet er subjektiv als Qualität, dass er seine Leistung (in Bezug auf was?) gesteigert hat.
- neue Impulse für mehr Erfolg im … gibt, erwartet er, dass sein Coach ihm aus seiner Sicht zu etwas anregt. Die Qualität liegt in der subjektiven Bewertung der „Impulse“ durch den Coachee.
- das unentdeckte Potenzial entfacht oder entfesselt, erwartet er, im Coaching durch den Coach etwas zu erfahren, was er über sich selbst nicht weiß und es anschließend nutzen kann. Die Qualität liegt im subjektiv wahrgenommenen Unterschied zwischen dem Zustand vor dem Coaching und dem Zustand nach dem Coaching. Gibt es einen Erkenntnisgewinn und kann ich diese Erkenntnisse zu meinem Vorteil nutzen (Vorsicht für QCA-Coachs: An den Frieden denken).
- professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Menschen in Unternehmen ist (auf Prozessebene), erwartet er, (dass eine Hausfrau nicht gecoacht werden kann) dass der Coach ihm Ratschläge gibt, wie er sein Thema bearbeiten soll (kann). Gleichzeitig wird er in der Umsetzung der Veränderung vom Coach aktiv unterstützt und begleitet (so lange es dauert). Die Qualität liegt subjektiv in der Beurteilung der fachlichen Expertise des Coachs und in der Kongruenz des erreichten Ergebnisses in Relation zum Aufwand und zur Erwartung.
- Hilfe zur Selbsthilfe ist, erwartet der Coachee, dass der Coach ihn dabei unterstützt, sich zukünftig ohne Coach (selbst) reparieren zu können.
Anmerkung: Früher gab es eine Buchreihe zur Autoreparatur für verschiedene Modelle, die „Jetzt helfe ich mir selbst“ hieß.
Die Qualität liegt in der subjektiven Bewertung „kann ich das jetzt?“
Allgemein wird ein Coachee den Unterschied zwischen vor dem Coaching und nach dem Coaching emotional bewerten. Er fragt sich “entspricht das, was jetzt anders ist als vor dem Coaching meinen Erwartungen?”
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