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	<title>Kommentare zu: Potenzial ist das, was der Coach darunter versteht</title>
	<link>http://blog.hamburger-schule.net/2009/08/13/potenzial-ist-das-was-der-coach-darunter-versteht/</link>
	<description>Eine Erklärungssystematik für Coaching</description>
	<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 21:04:32 +0000</pubDate>
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		<title>Von: ualbrecht</title>
		<link>http://blog.hamburger-schule.net/2009/08/13/potenzial-ist-das-was-der-coach-darunter-versteht/#comment-3728</link>
		<author>ualbrecht</author>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 16:23:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://blog.hamburger-schule.net/2009/08/13/potenzial-ist-das-was-der-coach-darunter-versteht/#comment-3728</guid>
		<description>Hallo Herr Janßen,

Ihr Beitrag hat mich angesprochen. Ich persönlich habe auch ein schlechtes Gefühl, wenn ein Coach darüber die Deutungshoheit beanspruchen möchte, welches Potenzial ich habe oder - einfacher ausgedrückt, wofür ich begabt bin.

Das möchte ich schon gerne selbst entscheiden und für mich bewerten.

Mir gefällt auch nicht die Haltung dieser Coachs, die Sie beschrieben haben - ich meine diejenigen, die den Diamanten in dem Coachee sehen und ihn "hervorholen" wollen, wofür sie sich natürlich anständig bezahlen lassen ;-).

Es ist so, als sendeten sie an ihren Coachee die Botschaft: "Du weißt nicht, was du kannst - ich als der Spezialist für Psychologie muss es dir sagen". Dadurch kann in der Coachingbeziehung ein Hierarchiegefälle entstehen. Der Coach lebt dadurch sein Eltern-Ich aus und der Coachee wird irgendwie dahingelenkt, sein Kind-Ich zu leben.

In meiner Arbeit - ich berate Bewerber und nenne mich übrigens Bewerbungsberaterin und nicht Coach - erlebe ich es oft, dass meine Kunden nicht mehr so genau wissen, was sie können - sei es durch Anfeindungen von Seiten der lieben Kollegen oder durch Bossing. Möchten sie sich bewerben, dann fragen sie mich teilweise, ob sie sich die Stelle zutrauen können à la "Was meinen Sie, Frau Albrecht, kann ich mich da bewerben?"

Obwohl ich mich Beraterin nenne, gebe ich da keinen Tipp, sondern zur Anregung eine Übung. Die besteht darin, die in der Stellenanzeige aufgeführten Anforderungen mit konkreten Beispielen aus der Berufspraxis zu belegen.

Das Ergebnis: Die Bewerber finden dann von ganz alleine heraus, ob sie sich die Stelle zutrauen oder sie noch eine Nummer zu groß für sie ist. 

Meine Erfahrung: Ratsuchende/Coachees sind schon in der Lage, ihr Potenzial zu bewerten, doch manchmal fehlt ihnen die Distanz dazu, da sie teilweise verunsichert und etwas aufgeregt sind, wenn sie sich von anderen negativ bewertet fühlen. In dieser Situation wächst schon das Bedürfnis nach einem "Coach", der sagt: "Du bist toll, du hast ein enormes Potenzial, du musst dir nur mehr zutrauen!" Langfristig bringt sie ein Coaching mit einem solchen "Coach" persönlich nicht weiter, denke ich mal.

Viele Grüße,

Ute Albrecht</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Janßen,</p>
<p>Ihr Beitrag hat mich angesprochen. Ich persönlich habe auch ein schlechtes Gefühl, wenn ein Coach darüber die Deutungshoheit beanspruchen möchte, welches Potenzial ich habe oder - einfacher ausgedrückt, wofür ich begabt bin.</p>
<p>Das möchte ich schon gerne selbst entscheiden und für mich bewerten.</p>
<p>Mir gefällt auch nicht die Haltung dieser Coachs, die Sie beschrieben haben - ich meine diejenigen, die den Diamanten in dem Coachee sehen und ihn &#8220;hervorholen&#8221; wollen, wofür sie sich natürlich anständig bezahlen lassen ;-).</p>
<p>Es ist so, als sendeten sie an ihren Coachee die Botschaft: &#8220;Du weißt nicht, was du kannst - ich als der Spezialist für Psychologie muss es dir sagen&#8221;. Dadurch kann in der Coachingbeziehung ein Hierarchiegefälle entstehen. Der Coach lebt dadurch sein Eltern-Ich aus und der Coachee wird irgendwie dahingelenkt, sein Kind-Ich zu leben.</p>
<p>In meiner Arbeit - ich berate Bewerber und nenne mich übrigens Bewerbungsberaterin und nicht Coach - erlebe ich es oft, dass meine Kunden nicht mehr so genau wissen, was sie können - sei es durch Anfeindungen von Seiten der lieben Kollegen oder durch Bossing. Möchten sie sich bewerben, dann fragen sie mich teilweise, ob sie sich die Stelle zutrauen können à la &#8220;Was meinen Sie, Frau Albrecht, kann ich mich da bewerben?&#8221;</p>
<p>Obwohl ich mich Beraterin nenne, gebe ich da keinen Tipp, sondern zur Anregung eine Übung. Die besteht darin, die in der Stellenanzeige aufgeführten Anforderungen mit konkreten Beispielen aus der Berufspraxis zu belegen.</p>
<p>Das Ergebnis: Die Bewerber finden dann von ganz alleine heraus, ob sie sich die Stelle zutrauen oder sie noch eine Nummer zu groß für sie ist. </p>
<p>Meine Erfahrung: Ratsuchende/Coachees sind schon in der Lage, ihr Potenzial zu bewerten, doch manchmal fehlt ihnen die Distanz dazu, da sie teilweise verunsichert und etwas aufgeregt sind, wenn sie sich von anderen negativ bewertet fühlen. In dieser Situation wächst schon das Bedürfnis nach einem &#8220;Coach&#8221;, der sagt: &#8220;Du bist toll, du hast ein enormes Potenzial, du musst dir nur mehr zutrauen!&#8221; Langfristig bringt sie ein Coaching mit einem solchen &#8220;Coach&#8221; persönlich nicht weiter, denke ich mal.</p>
<p>Viele Grüße,</p>
<p>Ute Albrecht</p>
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