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Der lernende Kunde

Dieser Eintrag stammt von Axel Janßen Am 16.6.2009 @ 14:19 In Allgemein | 1 Kommentar

Betrachten wir den Kunden als lernendes Wesen, so liegt in der Verwendung des Begriffs “Beratung” (auf “Prozessebene”) im Zusammenhang mit Coaching eine ungeheure Brisanz.

Der Mensch interpretiert “Neues” grundsätzlich auf der Basis von “Bekanntem”. Wissen wird “angedockt”. Biete ich einen Begriff an, der das Wort “Beratung” enthält, so wird unser Gehirn zuerst nach allem suchen, was es über “Beratung” weiß. Aus diesem Rahmen heraus wird der Begriff Coaching gedeutet. Damit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde auch Beratung erwartet. Und vielleicht auch Qualitätskriterien von Beratung an Coaching anlegt.
Gehen wir noch einen Schritt weiter und folgen dem Axiom, das Wahrnehmung letztlich auf der Wahrnehmung von Unterschieden basiert, so bleibt als wahrnehmbarer Unterschied vermutlich nur das Wort “Prozessebene”. Andockbar sind die Begriffe “Prozess” und “Ebene”. Es bleibt ein kognitives Rauschen. Denn was das so genau eigentlich ist bleibt schleierhaft. (Natürlich besteht die Möglichkeit einer unsauberen Recherche meinerseits)
Wenn genügend “Kundige” oft genug schreiben, dass Coaching Beratung ist, wird vielleicht durch die pure Penetration diese Behauptung zur Meinung Vieler. Da gibt´s noch eine Menge zu klären. Auf Prozessebene versteht sich.


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