Als Ausbilder bin ich naturgemäß Ansprechpartner für unsere Teilnehmer in allen Fragen zur Ausbildung, zur persönlichen Entwicklung als Coach und auch zur “Szene”. Unsere Teilnehmer lesen Newsletter, Coaching Magazine, - E-zine, um sich differenziert mit dem Thema Coaching auseinanderzusetzen. So kommen auch Fragen zustande, die wie folgt lauten: “Aus welchem Grund hat der Coach xy, der im Artikel z interviewt wurde, geschrieben, dass er in einem Dilemma steckt, da er das Problem seines Klienten manchmal nicht lösen kann?” Nun sei mir dieses unsaubere Zitat an dieser Stelle gestattet. Die Antwort hat sich unser Teilnehmer selbst gegeben: Dieser Coach übernimmt Verantwortung für das Ergebnis. Da er somit assoziiert ist, handelt er einfach unprofessionell.
Was mich verwundert ist, dass diese Fragen kein Einzelfall sind. Vielleicht ist es die Stringenz der Hamburger Schule, die den Coach in der Prozessverantwortung sieht, vielleicht liegt es an der persönlichen Kompetenz, die ein Teilnehmer aufbaut, vielleicht liegt es aber auch an der Berichterstattung über Coaching. Wir haben mittlerweile säckeweise “Quatärliteratur” über Coaching. Es wird fröhlich voneinander abgeschrieben. Sicherlich ist es schwer, sich hier eine Meinung zu bilden. Dialektik in der Berichterstattung ist noch in weiter Ferne. So ist es nur verständlich, wenn die schreibende Zunft noch sehr unbeholfen Fragen stellt.
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29.8.2008 bei 09:29
Sehr geehrter Herr “admin”,
ein Coach der Verantwortung für das Ergebnis übernimmt, hat mit seinem Kunden/Klienten/Coachee(wie immer Sie den Menschen nennen wollen) einen anderen Vertrag geschlossen.
Ein Fitnesscoach übernimmt auch Verantwortung für das Ergebnis.
Jedoch gibt es hier auch eine Grenze. Der Coach kann, wenn er bemerkt, was in diesem Fall zu seinen Aufgaben gehört, dass die Meilensteine nicht erreicht werden, diese Verantwortung an den Kunden zurück geben im Verlauf des Prozesses.
Idealerweise ist es ja auch so, dass der Leistungsnehmer im Verlauf des Prozesses lernt die Verantwortung für die Ziele zu übernehmen.
Wenn er dazu schon vor Beginn des Coachings in der Lage wäre in seinem Themenfeld, dann bräuchte er ja keinen Coach, oder?
Herzlichen Gruß
Raoul